Schonend und schnell melken – Teil I (von I-V)

Schonend und schnell melken – Teil I (von I-V)

Eine 5-teilige Serie über Sinn und Unsinn des maschinellen Melkens

Heute der erste Teil, in den nächsten Wochen Teil 2-5. Jeder Teil bleibt auf Cowshopping.de und kann daher als Nachschlagewerk verwendet werden. Wir freuen uns auf Ihre Reaktion auf den Inhalt.

I – Können wir eigentlich noch melken?
II – Design und Layout einer guten Melkmaschine
III – Häufige Fehler bei der Installation
IV – Das Herzstück der Melkanlage: das Pulsationssystem
V – Ist Trockenstand ohne Antibiotika möglich?

I. Können wir eigentlich noch melken?

„Wir melken seit über 65 Jahren mit Melkmaschinen. Das Prinzip des mechanischen Melkens basiert auf der Simulation des Saugens eines Kalbes an den Zitzen der Mutterkuh. Kontinuierliches Saugen würde die Durchblutung der Zitze stören. Deshalb muss dieses Saugen – wie dies auch beim Saugen eines Kalbes der Fall ist – zu diesem Zweck unterbrochen werden, wobei im Raum zwischen Zitzenbecher und der Zitzengummi abwechselnder Unterdruck und atmosphärischer Druck zulässig sind, d. H. Der Saughub und der Ruhehub.

Die ersten Melkmaschinen kamen ab den 1920er Jahren in unser Land. Bis in die 1950er Jahre machte die Maschine jedoch wenig Fortschritte – sie waren immer noch zu teuer und es gab immer noch viele gute manuelle Melker. Seitdem ist die Zahl jedoch schnell gewachsen. Die Einführung des Melkroboters folgte in den 1990er Jahren, so dass etwa achtzig Jahre nach der Ankunft der Melkmaschine das Melken ohne Melker möglich wurde. „

Gut, das haben wir Topp geschafft!

Oder?

Läuft das (automatische) Melken immer so gut, wie wir es gerne hätten?
Es gibt zahlreiche Produkte und Hilfsmittel zum Verkauf, mit denen die Symptome einer klinischen oder subklinischen Euterentzündung verhindert oder unterdrückt werden können. Die meisten Milchviehhalter tun viel, um die Eutergesundheit zu optimieren, aber in vielen Betrieben ist dies nur teilweise erfolgreich. Mastitis und / oder Zellzahl sind immer noch einer der Hauptgründe für die Ersetzung von (gute) Milchkühen.

Für den objektiven und aufmerksamen Melker (m/w) gibt es aber viele Anzeichen dafür, dass das Melken nicht so gut läuft. Denken Sie an ungleichmäßige Euter, schlecht ausmelkende Euterviertel/Euterhälften, beschädigte oder raue Zitzenspitzen, verfärbte und/oder geschwollene Zitzen, unruhigen Tiere. Küfe die die Milch nicht Abgeben. Ein Milchfluss, der niemals vollständig stoppt in der Ruhephase, sodass der Zitzengummi anscheinend nicht vollständig schließt. Zellzahl, Mastitis.

Wenn Sie Mitarbeiter hätten, die von Hand melken müssten, würden Sie diese Ergebnisse akzeptieren?

Wir lassen jetzt eine Maschine die Arbeit erledigen, warten sie gut und lassen sie jedes Jahr überprüfen und durchmessen. Das liegt also nicht daran. Lieferanten von Melkmaschinen und verschiedene „unabhängige“ Experten werden Ihnen mitteilen, dass Zucht, Melkprotokolle, Fütterung, Stallbelüftung, Liegeboxeneinstreu, Hygiene, Trockenstand management usw. schief gehen. Alles außer der Melkmaschine. Mit anderen Worten, es wird der Eindruck erweckt, dass dies auf ein schlechtes Management zurückzuführen ist.

In einer Reihe nachfolgender Blog-Beiträge zeigen wir Ihnen, dass es aber sicher auch in der (genehmigte) Melkmaschine schief sein kann. Dass es sicherlich nicht an einem eingeschränkten Management liegen muss. Ein erhebender Gedanke vielleicht, denn dann haben Sie wahrscheinlich auch die Lösung in Reichweite.

Bis bald auf Cowhopping.de

Herman Hoekstra und Ferdinand Veenstra

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