Schonend und schnell melken – Teil V (der Letzte von I-V)

Schonend und schnell melken – Teil V (der Letzte von I-V)

Schonend und schnell melken (V)

Eine 5-teilige Serie über Sinn und Unsinn des maschinellen Melkens

Heute der fünfte Teil, der letzte Teil. Jeder Teil bleibt auf Cowshopping.de als Blog zu lesen und kann daher als Nachschlagewerk verwendet werden. Wir freuen uns auf Ihre Reaktion auf den Inhalt.

I – Können wir eigentlich noch melken?
II – Design und Layout einer guten Melkmaschine
III – Häufige Fehler bei der Installation
IV – Das Herzstück der Melkanlage: das Pulsationssystem
V – Ist Kühe trockenstellen ohne Antibiotika möglich?

5. Ist Kühe trockenstellen ohne Antibiotika möglich?

Anscheinend haben wir manchmal Probleme mit dem verantwortungsvollen „trockenstellen“ von Kühen. Selektives Trockenstellen führt zu erheblichen Diskussionen (welche Tiere macht mann / welche nicht?). Ein bekanntes verfügbares Zitzenversiegeler verursacht viel Ärger. Ein Produkt für Physiologischer Einstellung der Milchproduktion (!) verursachte für einige Zeit her kranke Kühe. Ein neuer Zitzenversiegeler schien zu anhaftendem Eutergewebe zu führen.

Dies zeigt, dass es in unserem derzeitigen Management schwierig ist, eine optimale Eutergesundheit zu erreichen. Trotz aller Hilfsmittel kommen mit einem (zu Recht) begrenzten Einsatz von Antibiotika zu viele Tiere mit mehr Problemen aus der Trockenperiode als sie damit tun.

Und das ist nicht überraschend.

Das Problem liegt nicht so sehr in der Zeit der Trockenstehen selbst, sondern in den idealen Bedingungen, unter denen Krankheitserreger ihre schädliche Arbeit verrichten können.
Dabei spielen 2 Prozesse eine wichtige Rolle.

Erstens, die Schwächung der „ersten Verteidigungslinie„, des Gewebes die Haut, den Schließmuskel und den Strichkanal. Klar, wir schauen uns die Außenseite des Zitzen genau an. Wir bevorzugen eine Zitze, wo der Eingang zur Zitze beim Einsetzen des Injektors aufgrund eines engen Schließmuskels kaum zu finden ist, aber leider nur selten funktioniert das auch so. Darüber hinaus ist häufig auch das Innere der Zitze beschädigt. Wir sehen das nicht, aber es ist da (das Innere wird durch die Melkmaschine beschädigt).

Die Schlussfolgerung ist, dass dies auf das Melken zurückzuführen ist. Vom Kalben bis jetzt, dem Moment des Trockenstellen. Während einer ganzen Laktation misshandeln wir die Zitze und jetzt müssen wir mit den Konsequenzen fertig werden. Abdichtungspasta und Antibiotika müssen uns jetzt retten.

Zweitens, Die kontinuierliche Infektion des Euters mit Bakterien. Dr. Derek Forbes hat es bereits vor über 40 Jahren gezeigt. Neuere Untersuchungen (Graeme Mein et al.) Zeigten mit Ultraschallbildern, dass die Melkmaschine Milch und Bakterien in das Euter „pumpen“ kann:

Klare Hinweise darauf, dass wir während der Laktation jeden Tag Bakterien in das Euter einbringen. Sie haben dann genügend Zeit, um während der Trockenzeit zur Arbeit zu gehen.

Die Botschaft lautet: Mit der aktuellen Melktechnologie wird es sehr schwierig/unmöglich sein, eine gute Eutergesundheit aufrechtzuerhalten. Die Maschine bringt jeden Tag neue Bakterien in das Euter und Sie müssen alle Anschläge mit allen Arten von Hilfsmitteln herausziehen, um es wieder zu begradigen. Hinzu kommt, dass Kühe mindestens eine Laktation länger halten müssen und der Einsatz von Antibiotika stark reduziert werden muss.

Nennen wir das eine Herausforderung.

Brauchen Sie Hilfe?

0031 – (0) 518-432 873

 

 

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